Fortsetzung "Es gibt ja sooooo viele von ihnen..."

Mir war wirklich als würde ich kotzen wollen,ich war tatsächlich auf sie angewiesen!

Von ihr hing es ab,ob ich nun Stress haben würde oder sich meine Ex einfach verziehen würde und mich in Ruhe lassen würde.

Doch der Kuss,den ich da vorgetäuscht hatte,ließ die geküsste nicht kalt,sie dachte sich bestimmt,ich hätte meine Meinung geändert und wolle nun mit ihr zusammen sein,aber das wollte ich nicht.

Ich wollte nur meine Ex loswerden und wenn das so möglich war,dann tat ich es eben.

Wenn ich daran zurück denke,denke ich mir "Was für ein Arschloch",doch damals war das nunmal meine Art nervige Leute loszuwerden,auch wenn ich damit anderen wiederunm Hoffnungen machte,die ich mit Füßen treten würde.

Danach vergingen wieder einige Tage und sie  stand plötzlich wieder bei mir vor der Tür.

Doch dieses Mal weinte sie,und ich habe es noch nie leiden können wenn jemand weinte,also ließ ich sie,zwar etwas widerwillig aber dennoch,rein und machte ihr einen Tee,denn es war tiefster Winter.

Der Winter war für mich gleichzeitig die härteste aller Jahreszeiten,denn mein Bruder hatte sich ein paar Jahre zuvor an einem verschneiten Tag das Leben genommen,und deshalb dachte ich mir,ich könnte vielleicht etwas netter sein.

Als sie in,in einer Decke eingerollt,auf der Couch saß und ihre Teetasse in der Hand hatte,erzählte sie mir was passiert war.

Sie hatte sich mit ihrer Mutter gestritten und war Hals über Kopf von zu Hause weggelaufen und wusste meine Wohnun als einzige Zufluchtsmöglichkeit,was sie auch als erstes in Betracht zog,und sie einfach wieder rauswerfen,zurück in die eisige Kälte,das war nicht mein Stil.

 Sie erzählte mir sehr viel über sich,Dinge die mich nicht im geringsten interessiert hatten,Dinge die mich eigentlich nichts angehen sollten,aber sie tat es trotzdem.

Irgendwann,als sich die Stimmung gelockert hatte,holte ich auch den Glühwein raus und wir tranken gnadenlos darauf los.

Sie war bereits nach dem ersten  Glas leicht beschwippst,doch das war mein Ziel gewesen.

Angeblich sprach ein betrunkener die Wahrheit,und wenn dieses Sprichwort tatsächlich wahr war,dann würde sie mir nach noch einem Glas oder vielleicht einem Zweiten alles sagen,was ich wissen wollte.

Mein Plan ging auf,ich füllte sie ab und bekam Antwort auf Antwort.Das Ganze ging bis tief in die Nacht hinein,bis sie schließlich eingeschlafen war.

Ich beobachtete sie beim Schlafen,konnte erkennen,dass sie sich wohl fühlte und musste lächeln und fragte mich,wie jemand,dem ich mich von Anfang an von meiner schlechtesten Seite präsentiert und gehasst hatte,sich bei mir so wohl fühlen konnte,ich begriff es einfach nicht,es leuchtete mir nicht ein.

 

 Fortsetzung folgt...

 

19.12.10 19:51

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